Unter einem Szenodrama verstehen wir den Einsatz von Spielszenen- und Kreativ-Techniken, die in der Regel integrierenden Bestandteil der d&s-Psycho-Fact-Finding-Methoden bilden. Szenodramen bauen auf den Erkenntnissen der Spiel- und Gestalttherapie auf und werden eingesetzt, wenn es um die Ergründung affektiv / emotionaler Zusammenhänge geht, die in verbaler Form schwierig auszudrücken sind. Je affektiver ein Meinungsgegenstand geladen ist (z.B. ein Inserat, ein Marken- oder Firmenimage), desto schwieriger wird es für das Zielpublikum (die Befragten), diese Emotionsgehalte in Worte zu formulieren und zu artikulieren. Der Spielcharakter der Szenodramen lässt auch eine mentale Distanzierung vom eigenen Agieren entstehen, die die Teilnehmer von Selbstdarstellungsfaktoren befreit und gruppendynamische Prozesse fördert. Zielgruppe und "Meinungsgegenstand" projizieren sich in "Wohlfühlszenarien", die gleichzeitig Ausdruck des "Erstrebenswerten" der Zielgruppe sind.
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